Network: International LGBT Business Organization of the Year

- Angelo Caltagirone, Stephanie Blackwood und Oliver Fritz bei der Preisübergabe
An der 3. Jahrestagung der IGLCC erhielt Network den Award als «International LGBT Business Organization of the Year»
Vom 9. bis 11. Juni trafen sich in Amsterdam Vertreter von LGBT-Business-Netzwerken, welche unter dem Dach der International Gay and Lesbian Camber of Commerce zusammengeschlossen sind, zur Jahrestagung und zu einer Konferenz, organisiert im Verbund mit der Internationalen Company Pride Platform 2010. Der Anlass war ein grosser Erfolg für die internationale LGBT Business-Community.
Besonders beeindruckend waren die zahlreichen Konferenzbeiträge, welche sich mit der alltäglichen Verankerung von Diversity und aktiver Bekämpfung von Diskriminierung am Arbeitsplatz beschäftigten. Im Vergleich zu früheren Konferenzen war klar festzustellen, für eine grössere Anzahl von Firmen wird der Mehrwert einer solchen Politik bewusster. Insbesondere Firmen mit internationalen Beziehungen und solche, welche kreativ denkende Talente als Mitarbeiter anziehen möchten, erkennen die Vorteile einer gut kommunizierten, auf Vielfalt basierenden Personalpolitik. Ein weiteres viel diskutiertes Thema der Konferenz war das Aufzeigen von Synergien zwischen traditionell aus Arbeitnehmerkreisen entstandenen Bewegungen (Staatsangestellte, Armee, Verwaltung) und den Fragen, welche sich in der Privatwirtschaft stellen.
Auch in diesem Jahr wurden während des Kongress von IGLCC Generalsekretär Pascal Lépine und dem Index-Ausschussvorsitzenden David Pollard an einer Pressekonferenz die bestplatzierten Unternehmen im International Business Equality Index 2010, bekannt gegeben. Die diesjährigen «Top 5 Most Friendly LGBT Corporations in the World» sind IBM, Google, BT Group, Morgan Stanley und Cisco Systems. Die IGLCC bedankte sich bei allen teilnehmenden Unternehmen und lädt ein, die bei der Auswahl erkannten Kriterien, Errungenschaften und Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmen einer aktiven Diversity-Policy an einem «Index Seminar» in London am 23. September 2010 zu vertiefen.
Der Kongress wurde abgeschlossen von einem Gala-Dinner für die Delegierten von IGLCC und den Vertretern aus der Wirtschaft. Dieses wurde ermöglicht von Continental Airlines in Partnerschaft mit IBM, ING, Sofitel Amsterdam The Grand und Sodexo. Im Rahmen des Abends wurden mehrere Awards vergeben: Network wurde ausgezeichnet als «International Business LGBT Organization of the Year», Lord Alli als «International LGBT Entrepreneur of the Year», ING als «International Corporation of the Year», Mr. Gareth Thomas erhielt den «International Awareness Award» und die Stadt Amsterdam den «International Leadership Award».
Diese Konferenz war ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Förderung der Gleichstellung von LGBT-Mitarbeitern in der Wirtschaft. Die IGLCC lädt Konzerne, Geschäftsinhaber und die LGBT-Community auf, sich weiterhin für das Anliegen zu engagieren.
Diese 25 bestplazierten internationalen Firmen haben die Vision einer Gleichstellung schon zu einem grossen Teil verwirklicht: American Airlines, British Council, BT Group, Cisco Systems, Continental Airlines, Credit Suisse, Cummins, Inc., Deutsche Bank, Deutsche Post DHL, Google, IBM, ING Group, Kuoni Travel Holding Ltd., LAN Airlines, Lenovo Group, Merck, Morgan Stanley, Paul Hastings LLP, Philips, Royal Dutch Shell, Squire, Sanders & Dempsey LLP, TD Bank Financial Group, The Dow Chemical Company, TNT und UBS AG.
Frag es – sag es?
Man ist am Arbeitsplatz ein Mensch mit allen Facetten. Man redet bei der Arbeit über das Privatleben. Man erzählt, wo man mit Freunden das Wochenende verbracht hat.
Und wenn dann jemand fragt, ob man eine Freundin habe? Was sagt man dann? «Nein, – und ich suche auch keine – aber einen Freund schon !» Soll man mit einer solchen Bemerkung zu erkennen geben, man ist schwul? Ist dieses Coming-out notwendig, ratsam oder doch besser nicht? Muss ich ein Doppelleben führen, um am Arbeitsplatz akzeptiert zu sein und Karriere machen zu können? Stosse ich an eine gläserne Decke, wenn ich mich oute?
Diesen Entscheid muss jeder aus seiner eigenen Situation heraus für sich selbst fällen. Es kann sein, dass man Nachteile hat, wenn man nichts über sich preisgibt – es kann sein, dass man Nachteile hat, wenn man sagt, dass man schwul ist. Doch es gibt kein Coming-out auf Probe !
Dass es keinen Grund mehr gibt sich zu verstecken, dass man selbstverständlich schwul sein darf, dafür setzen wir uns ein.
NETWORK – schwule Männer die bewegen
NETWORK ist die schweizerische Organisation für schwule Führungskräfte. NETWORK hat seit der Gründung 1995 in der Schweiz vieles bewirkt. >> Über uns...





