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Out for Business – NETWORK an globaler Konferenz in Montréal

 

Vom 26.7.2006 bis zum 29.7.2006 fand in Montréal die bisher grösste Konferenz für Menschenrechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen (englische Abkürzung: LGBT) statt. Im Rahmen dieser Konferenz, an der über 1500 Personen aus allen Teilen der Welt teilnahmen, fanden drei Teilkonferenzen statt: «Workers Out», «Out in Sports», und «Out for Business».

Die Konferenz im Vorfeld der 1. World Outgames in Montreal war getragen von einer ausserordentlichen Unterstützung durch die Stadt Montréal und den Staat Quebec in Kanada. Eröffnet durch den Justizminister von Quebec und dem Bürgermeister von Montreal mit einem klaren Bekenntnis zur Gleichberechtigung von schwulen, lesbischen, bisexuellen und transsexuellen Lebensformen, traten bekannte Persönlichkeiten wie Martina Navratilova und Mark Tewksbury als Redner auf. Besonders hervorzuheben war die Rede von Louise Arbour, Hochkommisssarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, die eine mit viel Beifall bedachte sehr engagierte Ansprache zu den Rechten der Schwulen und Lesben als Schwerpunkt für die Vereinten Nationen hielt.

«Out for Business» beschäftigte sich mit der Situation von Schwulen und Lesben in der Geschäftswelt. NETWORK nahm an dieser Konferenz mit einer Delegation von acht Teilnehmern teil – und stellte damit die grösste europäische Delegation und verglichen mit der Bevölkerungszahl im Heimatland auch die grösste Delegation überhaupt. Die Teilnahme an der Konferenz, die auch durch die europäische Dachorganisation EGMA getragen wurde, stellt einen wichtigen Beitrag für die Umsetzung der Ziele von NETWORK auf internationaler Ebene dar.

Als prominentestes Mitglied von NETWORK sprach Claude Janiak, zurzeit Nationalratspräsident und damit höchster Schweizer, der auf besondere Einladung des Bürgermeisters von Montréal gekommen war, über die Erfolge in der Politilk in der Schweiz. Dieses wird besonders am Beispiel des Partnerschaftgesetzes deutlich, dem ersten in einer Volksabstimmung angenommenen Gesetz zu einer eingetragenen Partnerschaft von Schwulen und Lesben weltweit.

Die Abschlussveranstaltung der Konferenz schloss mit der einstimmigen Annahme der «Erklärung von Montréal» zu den Menschenrechten von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen, die von der Expertenkommission der Konferenz erarbeitet wurde. In einem sehr emotionalen Beschluss ist dieses Dokument an die Vereinten Nationen weitergegeben worden, um eine weltweite Anerkennung dieser Menschenrechte zu erreichen und endlich eine klare Haltung der Vereinten Nationen zu diesem Thema aufzubauen.

 

Deklaration

Die Erklärung von Montréal als PDF in Englisch oder Französisch


Rede Louise Arbour

Abschrift der eindrücklichen Ansprache von Madam Lousie Arbour, Hochkommissarin für Menschenrechte der UNO, zur Eröffnung der Konferenz in Montreal
(englisch / französisch) >>