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Der kulturelle Nachmittag an der Generalversammlung in Luzern

Weltbekannte Touristen zwischen Rigi und Pilatus und ihre erhaltenen Zeugnisse

Tradition und Kultstatus hat der Nachmittag an der GV von NETWORK.
Dieses Jahr stand er unter dem Motto VIP’s in Lucerne. Mann und Männer hatten die Wahl von Begegnungen mit sieben historischen Persönlichkeiten, Personen welche Geschichte machten und in Luzern ihre Spuren hinterlassen haben.

Die Wahl der Persönlichkeit war schwierig, ich habe mich für König Ludwig II. von Bayern entschieden. Doch dies reichlich spät – Leo Tolstoi wurde mir zugeteilt. Doch es war eine gute Wahl ...

Ein Gitarrenspieler am Eingang des altehrwürdigen Grand Hotels Schweizerhof. Zuerst erklärende Worte zum weltberühmten, denkmalgeschützten Logis am Vierwaldstädtersee. Eintritt in einen Salon im ersten Stock. Der russische Graf, Fürst Lew Nikolajewitsch Tolstoi erwartete uns schon. Er begrüsste uns herzlich und erzählte uns von seinem kürzlichen Erlebnis hier im noblen Hotel Schweizerhof. Es sei ein Strassenmusikant vorbeigekommen, ein Gaudi für die feinen englischen Touristen, doch keiner sei bereit gewesen, ihm mit einer kleinen Gabe zu danken. Er habe diesen in ein Gespräch verwickelt und ins Hotel eingeladen. In der Gaststube durften sie widerwillig Platz nehmen und wurden vom sonst ehrfurchtsvollen Personal verspottet ...

 

Leo Tolstoi

Lebte von 1828 bis 1910. Wichtigste Werke: «Krieg und Frieden» und «Anna Karenina». Tolstoi war überzeugter Vegetarier. Er war im Sommer 1857 in Luzern und schrieb im Schweizerhof seinen sozialkritischen Reisebericht «Luzern». Er tafelte im grossen Festsaal, erlebte danach die Episode mit dem Strassenmusikanten. Sigi Walter Arnold trug uns die Erzählung vor, welche von musikalischen Intermezzi des Gittarrenspielers aufgelockert wurden. 

Die Erzählung «Luzern» von Leo Tolstoi als PDF.

 

König Ludwig II. von Bayern

Lebte von 1786 bis 1868. Er liebte die Kunst, die schönsten Frauen, die liess er porträtieren; in seinem gemalten Serail ging er als Kunst-Eunuch spazieren. 1867 Besuch auf Tribschen bei Wagner – fast eine Flucht aus München. Der Darsteller Dominique Deville führte die NETWORKer durchs Haus eine NETWORKer und anschliessend in die Peterskapelle, wo auf der Orgel gespielt wurde:

Der Fürst schwelgt mit dem Troubadour
In Dur und Moll, in Moll und Dur,
in seinem Nachtsack schleppt er
nicht Krone und nicht Szepter
am dritten Tag erst fällt ihm bei
dass er der Bayern König sei ... 

 

Richard Wagner

Lebte von 1813 bis 1883. War 1859 sechs Monate im Hotel Schweizerhof in Luzern und von 1866 bis 1872 auf Tribschen. Er vollendete dort seine «Meistersinger» und arbeitete am «Ring». Als Geburtstagsgeschenk an Cosima von Bülow, der verheirateten Tochter von Franz Liszt, schrieb er das «Siegfried Idyll». Den gemeinsamen Sohn nannten sie Siegfried. Die Hochzeit mit der geschiedenen Cosima und die Taufe des Sohnes fanden zusammen in der Matthäuskapelle in Luzern statt. Pate war König Ludwig II. von Bayern, weitere Gäste waren u.a. Friedrich Nietzsche, Franz Liszt, Peter Cornelius und der Architekt Gottfried Semper. Auf dem Érard-Flügel (1858) von Wagner spielte ein NETWORKer Salon-Musik: Chopin (Grande Valse Brillante und Nocturne in Des-Dur), Beethoven (Rondo aus der Pathétique) und Wagner (Siegfried-Idyll in einer Bearbeitung von Glenn Gould). Wagnerdarsteller war René Sager.

 

Queen Victoria von England

Lebte von 1819 bis1901. Wohnte 1868 in einer Villa auf dem Gütsch. Hat die Rigi mit einer Sänfte bestiegen, um den von Mark Twain beschriebenen Sonnenaufgang selbst zu erleben. Malte Bilder vom Pilatus in Aquarelltechnik, wie sie es bei William Turner gesehen hat. Sie war eine der mächtigsten Frauen der Geschichte, war 1837–1901 Königin des Vereinigten Königreichs von Grossbritannien und ab 1877 auch Kaiserin von Indien. Die malende Queen wurde dargestellt von Nina Steinemann. Die NETWORKer durften es ihr gleich tun und auch zum Pinsel greifen. 

 

Pablo Picasso  

Lebte von 1881 bis 1973. Malte Angela, die Tochter des Sammlers Rosengart, welche ihre Sammlung der Stiftung Rosengart-Museum vermachte. Frau Rosengart begrüsste die NETWORKer persönlich und erzählte von ihrer Bekanntschaft mit Picasso. Seltene und grosse Kunstwerke durften diese anschliessend im Museum kennen lernen.

 

Günter Grass

Geboren 1927, Nobelpreisträger für Literatur. Wurde von Rolf Brem 1984 porträtiert, ein bedeutender Bildhauer in der Zentralschweiz. Sein Atelier ist in der Orangerie der St. Charles Hall. Die NETWORKer besuchten ihn. Lebhaft erzählte der Künstler von der Arbeit mit dem Nobelpreisträger. 

 

Kofi Annan

Geboren 1938, Friedensnobelpreisträger. Wurde von Hans Erni gemalt. 1979 Eröffnung des Erni Museum im Verkehrshaus. Erni malte die Grossen der Wissenschaft, so auch Einstein. Sein Werk lernten die Teilnehmer durch eine Einführung anschaulich kennen.

 

Thomas Voelkin

 


 

 

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