NETWORK Kulturpreis 2008

- Martin Oro als Ottone in Monteverdis L’Incoronazione di Poppea
Martin Oro, Countertenor,
erhält den Kulturpreis in der Sparte Musik
Der argentinisch-schweizerische Doppelbürger Martin Oro lebt heute in Basel. Geboren in Buenos Aires, machte er seine ersten musikalischen Erfahrungen als Mitglied im Kinderchor des Teatro Colón. Parallel dazu widmete er sich dem Bratschenspiel, das er in der Folge bei Yuri Bashmet am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau perfektionierte. Nach abgeschlossenen Diplomen in Fribourg und Neuchâtel wurde Oro an der Schola Cantorum Basiliensis für ein Aufbaustudium aufgenommen, das er mit höchstem Prädikat abschloss.
Martin Oro hat sich auf Opern, Oratorien und Kantaten der Alten Musik spezialisiert und sang unter der Leitung u.a. von Marc Minkowski, Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Helmuth Rilling und Chiara Banchini. Zudem arbeitete er zusammen mit den Sängerinnen Cecilia Bartoli, Emma Kirkby, María Bayo und Jennifer Larmore. Regelmässige kammermusikalische Auftritte bestreitet Martin Oro mit der Lautenistin Mónica Pustilnik und dem Pianisten José Gallardo. Neben zahlreichen CD-Aufnahmen mit mehreren der oben genannten Musikern wirkte Martin Oro unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt an einer DVD-Aufnahme von Claudio Monteverdis «Il Ritorno d'Ulisse in Patria» mit.
Es ist der Jury nicht leicht gefallen, sich aus den eingegangenen, hochkarätigen Bewerbungen für einen Preisträger zu entscheiden. Die stark erkennbare Leidenschaft für den Gesang und Auftritt, brillante Stilistik, sowie der bemerkenswerte Schaffensnachweis waren ausschlaggebend für die Preisverleihung an den Countertenor Martin Oro. Er schafft es, einem verständlichen Schönheitsideal nahe zu sein, ohne sich Klischees bedienen zu müssen.
Preisträgerkonzert am Sonntag, 15. März >>