Networker stellen sich zur Wahl für den Stände- und Nationalrat
Dieses Jahr ist das «Jahr der Antidiskriminierung». Die gemeinsame Politkommission der LGBT-Dachverbände hat 15 Gesetze gefunden, die zu ergänzen/revidieren wären. Damit würden LGBT-Menschen bei öffentlichen Diskriminierungen aller Art den gleichen Schutz erhalten, wie alle anderen Personen, sowie die Diskriminierung von Seiten des Staates (Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche Paare) abgeschafft.
Nur das passiert kaum ohne Druck. Es sind Forderungen einer Minderheit und es gibt viele andere oder aktuellere politische Themen und Debatten. Auf der Website www.equalrights.ch haben sich Politiker eingetragen, die für den Stände- und/oder Nationalrat kandidieren. Darunter sind einige politische Schwergewichte, die aller Voraussicht nach (wieder)gewählt werden. Man darf also zuversichtlich sein: diese Volksvertreter werden in der neuen Legislaturperiode Motionen und Postulate einreichen oder unterstützen, welche die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen zum Inhalt haben.
Die Vergangenheit hat gezeigt, es ist immer besser, wenn Direktbetoffene (LGBT–Menschen) für unsere Rechte einstehen. Daher sind offen lebende schwule, lesbische oder trans* Menschen, die ein National- oder Ständeratsmandat haben, das Beste für unsere Rechte. Mit der Wahl von den fünf Networkern wäre schon eine respektable Anzahl offen schwul lebender Volksvertreter in Bern. Macht von eurem Wahlrecht Gebrauch!




