Daniel Stolz, FDP, Basel-Stadt
| Kandidiert für den | Nationalrat und Ständerat | ![]() |
| Partei, Liste | FDP, Liste 1.03 | |
| Geburtsdatum | 16. September 1968 | |
| Zivilstand | offiziell ledig, in fester Partnerschaft seid über 20 Jahren | |
| Aufgewachsen | in Basel | |
| Bildungsweg | Primar, Mittelschule, 2 Jahre DMS4, diplomierter Chemielaborant Analytik, Master Advanced Study FHNW Betriebswirtschaft für NPO | |
| Heutige Tätigkeit | Geschäftsleiter der Aids-Hilfe beider Basel | |
| Mitgliedschaften | u.a. Network, Pink Cross, Aids-Hilfe beider Basel, Präsident Basler FDP, Vorstand Rockförderverein, Regio Basiliensis, Starke Region Basel / Nordwestschweiz, ACS/TCS, Hausbesitzerverein Basel, Gruppe Bahnhof usw. | |
| Internet | www.danielstolz.ch www.facebook.com/ danielstolz.basel |
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Daniel Du kandidierst für den Nationalrat. Warum?
Weil ich unbedingt die modern-liberale Stimme in Bundesbern stärken will. Dies ist nötiger denn je, weil momentan die rückwärtsgerichteten und / oder etatistischen Stimmen den Ton angeben. Dies ist schlecht für unsere Schweiz.
Du kandidierst auch für den Ständerat?
Ja. Neben der liberalen Stimme möchte ich auch die Basler Stimme in Bern wirkungsvoller zur Geltung bringen. Als FDP-Politiker würde ich im Ständerat einer der beiden dominierenden Gruppen angehören. Deshalb könnte ich für Basel und die Region mehr erreichen, als eine Vertreterin der SP oder der SVP.
Seit 5 Jahren gibt es in der Schweiz das Partnerschaftsgesetz. Die Schwulen und Lesben haben sich damit eingerichtet. Wie wichtig sind die verbleibenden Diskriminierungen?
Zu wichtig, als dass wir sie ignorieren könnten. Wobei wir trennen müssen zwischen der gesetzlichen Diskriminierung z.B. bezüglich Adoptionsrecht und gesellschaftlichen Diskriminierungen. Ersteres kann und muss per Politik bzw. Volksentscheid aus der Welt geschafft werden. Zweiteres muss immer wieder neu erkämpft werden.
Gibt es Handlungsbedarf von Seiten des Staates für die volle Akzeptanz der schwulen Lebensform?
Ja klar. Auf Bundesebene ist das Adoptionsverbot für schwule und lesbische Paare aufzuheben.
Auf kantonaler Ebene gibt es z.B. der Bereich Schule. Hier gibt es noch einiges zu tun, um das Coming out von jungen Schwulen zu erleichtern.
Zudem gilt es beim Thema Integration von Menschen mit Migrationshintergrund je nach dem das Thema sexuelle Orientierung nicht unter den Teppich zu kehren sondern offensiv anzugehen.
Die Dachorganisationen der LGBT-Gemeinschaft haben 2011 zum Jahr der Antidiskriminierung erklärt? Ziel ist die Revision von 15 bestehenden Gesetzen. Wie stehst du dazu?
Dies ist eine sehr sorgfältige und umfassende Arbeit. Gratulation. Ich unterstütze die Forderungen.
Die Schweiz ist ein Einwanderungsland. Darunter gibt es Personengruppen welche aufgrund ihrer Kultur, Sitte und Religionszugehörigkeit homophobe Haltungen mitbringen. Brauchen wir spezielle, griffige Massnahmen (Gesetze, Richtlinien), welche radikale Vertreter dieser Gruppierungen auf unsere Werte verpflichten?
Leider ja, auch wenn man per Gesetz keine Gesinnung in einem Kopf verankern kann. Aber man kann den Respekt vor unseren Werten und Gesetzen konsequent einfordern und aufklären, was dahinter steht.
Wie weit sollte die Ahndung von diskriminierenden Äusserungen gegenüber Homosexuellen in der Schweiz gehen?
Da bin ich vorsichtig. Es nützt nichts, wenn wir diese Personen in den Untergrund und auf einschlägige Internetforen verbannen. Im Gegenteil. Wer allerdings öffentlich zu Diskriminierung oder sogar Gewalt aufruft, muss bestraft werden.
Welche grundsätzliche Position nimmst du gegenüber Organisationen oder Staaten, welche Homosexualität ablehnen oder gar unter Strafe stellen? Wo siehst die Grenze deiner Kompromissfähigkeit auf dem Gebiet der privatgeschäftlichen und staatswirtschaftlichen Beziehungen?
Homophobe Organisationen sind mit demokratischen Mitteln zu bekämpfen. Staaten mit homophoben Gesetzen sind mit Druck zu konfrontieren. Allerdings bringt Ausgrenzung nichts. Wandel durch Kontakt bringt mehr. Das zeigte sich schon im Ost-West-Konflikt. Aber das Ziel darf nie aus den Augen verloren werden.
Gibt es sozialpolitische Fragen des Schwulseins? Wie stehen wir im Alter da, bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit?
Klar gibt es das. Allerdings glaube ich nicht, dass der Staat die Problemstellung alleine löst. Hier sind wir alle gefordert. Es gibt also noch viel zu tun für Organisationen wie z.B. Network.
Vor allem sehe ich noch ganz grosse Herausforderungen bezüglich dem Thema Krankheit, sei das HIV oder psychische Krankheiten.
Wie ist deine Haltung zum Adoptionsverbot von homosexuellen Paaren?
Für mich gibt es keinen Grund für ein Adoptionsverbot. Basta.
Ausserhalb der Schwulenpolitik, was sind deine wichtigsten politischen Anliegen für die nächste Legislaturperiode?
Ganz viel. Sei das eine liberale freiheitliche Gesellschaft mit weniger Regeln und Bürokratie, so dass wir atmen können. Sei das exzellente Rahmenbedinnungen für unsere Wirtschaft damit Arbeitsplätze geschaffen werden, einen ausgeglichen Bundeshaushalt, tiefere und einfachere Steuern, den Schutz der Umwelt durch Anreize und Förderung statt Bürokratie und Gängelung, leistungsorientierte Schulen, starke Berufsbildung, attraktive Universitäten uvm, siehe www.danielstolz.ch
